Die Piaroa

Zur linguistischen Familie der Sáliva gehörend, sie siedeln im Bundesstaat Amazonas und im Regenwald der Orinoco-Ventuari-Region. Da sie sich in den Bergen konzentrieren (Bergpiaroa) und ihr Siedlungsgebiet für die Kolonisatoren schwer erreichbar war, entspricht ihr Sozialgefüge noch dem Wesen und dem kulturellen Erbe ihrer Vorfahren und anderer, während der Kolonialzeit ausgestorbener ethnischen Gruppen. Bis vor 40 Jahren machten sie noch von allen Elementen ihrer Kultur Gebrauch: sie kleideten sich in Lendenschürzen aus weißer Baumwolle (guayuco), wohnten in Gemeinschaftshäusern mit Palmdächern, verwandten Blasrohre mit Giftpfeilen, stellten Pflanzenfarben her und nutzten Einbäume als Boote. Heutzutage kleiden sie sich wie der Rest der venezolanischen Bevölkerung und leben in Einfamilienhäusern. Sie sind ehrliche und zuverlässige Händler. Allerdings ist der moderne Handel der Piaroa an die Bedürfnisse der nicht indigenen Bevölkerung der Region angepasst.
Der herausragendste Aspekt der Piaroa-Kultur ist ihre Abneigung gegenüber jeglicher Form von Gewalt, sowohl physischer als auch verbaler Art. Sie verfügen übere eine strenge Selbstbeherrschung, eher ziehen sie sich zurück, als in eine Situation zu geraten, wo unkontrollierte Gefühlsausbrüche zur Gefahr werden könnten.
Venezuela - Besteigung des höchsten Berges Pico Bolívar (4981m)
Die Besteigung des Pico Bolívar ist ein Höhepunkt für Kletterer, die den UIAA-Grad III locker beherrschen oder mit einem Bergführer dieses luftige Ziel erklimmen wollen. Besonders beeindruckend finde ich den Start mitten im Dschungel bei Merida – 5 Tage später steht man ganz oben, und Venezuela liegt einem zu Füßen…

